Überraschender Sieg beim 1. Biathlon der Sportfreunde Forchheim

Am SA den 10.10.2015 fand der erste Biathlon der Sportfreunde Forchheim in Zusammenarbeit mit dem Schützenclub Mörsch unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Sebastian Schremp statt. Es mussten 5 mal 1200m gelaufen und 4 mal 5 Schuss mit dem Luftgewehr geschossen werden - abwechselnd. Etwa 50 Teilnehmer, darunter auch die Jugend, wurden in Startblöcken zu je 10 Teilnehmer eingeteilt. Die Starts erfolgten in jeweils 40 Minuten Abständen.
Das Wetter war leicht kühl und trocken und somit beste Bedingungen. Mein Start war 12Uhr. Ich ließ mir an der Schießanlage das Laden des Luftgewehres erklären und lief mich danach einwenig warm. Mein Ziel war es viel Spass zu haben, vorallem freute ich mich auf das Schießen, denn heute war es das erste Mal seit Geburt meiner Tochter, dass ich wieder lief. Also so richtig laufen, meine ich :D
Nach dem Start kontrolliert losgelaufen und mich ja nicht von den Männern ziehen lassen, kam ich nach knapp 6min an den Schießstand. Ich dachte immer daran das Diabolo (PAtrone des Luftgewehres) richtigherum einzulugen und mich zu beruhigen. Der erste Schuss ging dennoch IMMER daneben, dann aber schaffte ich den Atem zu kontrollieren und konnte in der Summe 13 Treffer landen. Die anderen Fehlschüsse waren unter anderem ein zu schneller Finger am Abzug oder einfach kein richtiges Zielen :) Für jeden Fehlschuss wurde der Laufzeit 30 Sekunden aufaddiert. Bei 7 Fehlschüssen und einer Laufzeit von 38:59min kam ich schließlich auf eine Zielzeit von 42:29min und erreichte damit den Gesamtsieg der Frauen - und einen wunderschönen Pokal :D

Runde Zeit Schusszeit Treffer (Ringe)
1.200 m 06:18 min 01:58 min 3 (17)
2.400 m 06:03 min 02:11 min 3 (15)
3.600 m 06:06 min 01:52 min 4 (23)
4.800 m 06:08 min 01:49 min 3 (20)
6.000 m 06:31 min    

 


Bild1: Erste Runde schießen


Bild2: 3. Laufrunde


Bild3: Siegerehrung - die Freude steht mir im Gesicht

Einen ganz lieben Dank geht an den Fotografen für die tollen Bilder :-*

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Starke Zeit beim Badner Halbmarathon

4 Wochen nach dem Trailrun in Ettlingen begab ich mich auf die Straße. In der Rheinebene sollten die 2:45h machbar sein und somit nahm ich mir dieses auch als Ziel vor. Ich fühlte mich erstaunlich gut trotz wenig Lauftraining aber dafür umso mehr Crossfit :D Das Wetter war genau nach meinem Geschmack: bewölkt, nicht zu warm und ein leichter kühlender Wind...
09:10 in Block W fiel der Startschuss...ich musste mich konzentrieren nicht loszuLAUFEN :P
Für die Zielzeit von 2:45h war ein Schnitt von 7:50min/km nötig...auch beim Walken ist es wichtig sich nicht am Anfang von den anderen Läufern mitreißen zulassen. Mit einem Schnitt von etwa 7,5min/km war ich gut in der Zeit und fühlte mich dabei auch sehr wohl. Jedoch wusste ich, dass es hintenraus schwer wird das Tempo zuhalten. Egal...dran bleiben :D Die erste Getränkestation ließ ich aus...bei KM8 nahm ich den ersten Riegel zu mir und etwas Wasser bei KM9 - und dann wirkten die Kohlenhydrate :D Bei KM14 erneut eine Getränkepause - das haut zeitlich einfach mal enorm rein. Denn einen kurzen Sprint einlegen, um die Zeit wieder reinzuholen geht halt nicht... Trotz einem zweiten Riegel bei KM16 brach ich ab KM17 gnadenlos ein. Mein Kopf war frisch und schrie jede einzelne Zelle an, sie solle doch schneller laufen, aber meine Beine konnten einfach nicht mehr...
Beim Einbiegen ins Stadion wurde mir solangsam klar, dass ich meine Zielzeit von 2:45h deutlich unterbieten werde...mit einer Zeit von 2:35h kam ich heulend vor Glück ins Ziel.

Nächstes Ziel: Trainingslager im Gehen, um die Zwischenzeiten deutlich zuverbessern :D

Kilometerzeiten:

1.km: 07:29min 2.km: 07:29min 3.km: 07:44min 4.km: 07:20min
5.km: 07:24min 6.km: 07:13min 7.km: 07:13min 8.km: 07:13min
9.km: 07:23min 10.km: 07:00min 11.km: 7:02min 12.km: 07:07min
13.km: 07:09min 14.km: 07:32min 15.km: 07:20min 16.km: 07:24min
17.km: 07:31min 18.km: 07:33min 19.km: 07:32min 20.km: 07:54min
21,1.km: 08:12min Zielzeit: 2:35h    

 


Bild: das könnte auch Tanzen sein :D 

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Comeback im Powerwalken

10 Wochen nach der Geburt meiner Tochter und ein paar wenigen Trainingseinheiten entschloss ich mich zu meinem ersten Halbmarathon im Powerwalking. Am Samstag den 22.08.2015 fand der SSV Halbmarathon in Ettlingen, Horbachpark statt. Bei strahlendem Sonnenschein starteten die insgesamt 27 (Nordic)-Walker pünktlich 16Uhr. Die recht anspruchsvolle Strecke weist 380 Höhenmetern und eine Steigung von 11 Prozent auf. Sie führt durch den Horbachpark, durch Ettlingen, über einen guten Anstieg in den "Höhenstadtteil" Spessart. Hinter Spessart wird die Strecke wieder flacher, um dann nach Schöllbronn wieder anzusteigen. Die größte Herausforderung ist jedoch der Anstieg in Schluttenbach. Die Anstrengung wurde durch das super Publikum am Rande jedoch schnell zur Nebensache. Danach folgen ruppige fünf Kilometer steil bergab, bevor ab dem Ettlinger Stadtteil Oberweier nur noch ein zartes Auf und Ab folgt. Beim Start heftete ich mich sofort an die Spitze mit einer Pace von knapp 7:30min/km. Nach dem ersten Anstieg verlor ich den Anschluss, weil die Männer einfach schneller und fitter waren. Jedoch konnte ich meine Pace von knapp 8min/km durchweg halten und erreichte somit mein Zeitziel von unter 3 Stunden. Mit 2h 50min kam ich sogar als erste Frau ins Ziel.

Kilometerzeiten:

1.km: 07:44min 2.km: 07:31min 3.km: 08:23min 4.km: 08:09min
5.km: 07:53min 6.km: 07:52min 7.km: 08:06min 8.km: 07:57min
9.km: 08:03min 10.km: 08:16min 11.km: 08:54min 12.km: 07:58min
13.km: 07:25min 14.km: 07:25min 15.km: 07:58min 16.km: 07:57min
17.km: 08:04min 18.km: 08:15min 19.km: 08:48min 20.km: 08:03min
21,1km: 08:11min Zielzeit: 02:50h    

 


Bild: vor dem Sart, da sehe ich noch frisch aus :D

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Mein erster Wettkampf im Powerwalken

mit starker Besetzung durch den Deutschen Meister (Sieger) sowie dem Deutschen Vizemeister (4.) im Walken

Der TV Knielingen (Karlsruhe) veranstaltete heute die 1. Knielinger Rennerei. Neben dem 7,6km langen Hauptlauf gab es auch eine 3,8km lange Walkingstrecke - mit viel Schnee und eisigem Wind gratis. Die ersten drei Walker/Innen erhalten einen Sachpreis und sogar eine Medaille. Die Medaille weckte meinen Ehrgeiz und so machte ich mich heute früh auf den Weg...Ich bin noch nie gewalkt, daher nach der Anmeldung gleich mal an die Strecke und kurz getestet: joa, ich war zu frieden, Armeinsatz für die Geschwindigkeit nicht vergessen...etwas verstohlener Blick am Start, kam mir doch etwas jung vor, dennoch sah ich viel Ehrgeiz in den Augen der Männer Lachend Ich hing mich nach dem Startschuss an die Spitze aus drei Männern - mein Ziel vor Augen: PODIUM! Ich walkte und liess nicht locker...........nach 25:50 Minuten erreichte ich als Zweite das Ziel und war überglücklich. Es war mir eine Ehre. Erholt euch gut und bis zum nächsten Mal.


Bild: Zieleinlauf

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Reebock Spartan Race European Championship Barcelona

Am 27.09.2014 fand die Europameisterschaft im Spartanrace - Beast statt...Es war eine große Ehre für mich daran teilzunehmen, als ich mich durch die Teilnahme der Deutschen Spartanraces qualifiziert hatte.


Bild1: Load Carry


Bild2: Schlammrollen


Bild3: Zieleinlauf

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Reebock Spartan Race die Zweite
Sprint und Supersprint auf der Motorcross-Strecke Köln-Wiehl

Am 28.06.2014 fand die zweite Auflage des Spartanraces statt. Austragungsort war die Motorcrossstrecke Köln-Wiehl...


Bild1: Vor dem Start des SuperSprints


Bild2: Load Carry


Bild3: Schlammrutsche kurz vor dem Ziel


Bild4: Ziel Sprint


Bild5: Siegerehrung Sprint&SuperSprint

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Stratec-Runner stark beim AOK-Firmenlauf

Am Do den 05.06.2014 fand in Bad Liebenzell der 2. AOK-Firmenlauf statt. Der äußerst attraktive Rundkurs über 4,5 km führt an der Nagold und dem Lengenbach entlang und endet im Kurpark. Die Strecke weist kaum Höhenmeter auf und ist für Breitensportler, Einsteiger und Walker gut zu bewältigen. Unter den 339 Teilnehmern waren von STRATEC mit dabei (von links): Vladimir Michel, Oliver Stumpf, Volker von Einem, Jens Mauersberger, Claudia Gösche, Anke Drescher, Oliver Kusterer, Stefanie Fischer, Lina Bugajew und Werner Pfisterer

Neben Spaß und Freude an der Bewegung hatte jeder ein Ziel vor Augen und ging ehrgeizig auf die Strecke. Und das hat sich gelohnt: Von insgesamt 42 Frauen lief Steffi Fischer in einer Zeit von 18:55 min als 5. Gesamtfrau ins Ziel, gefolgt von Claudia Gösche (9. in 19:47 min), Anke Drescher (13. in 20:03 min) und Lina Bugajew (14. in 20:52 min). Bei den Männern lief Oliver Stumpf in einer Zeit von 17:36 min als 30. Mann (von 197) ins Ziel, gefolgt von Jens Mauersberger (34. in 17:45 min), Oliver Kusterer (68. in 19:50 min), Volker von Einem (69. in 19:51 min), Werner Pfisterer (91. in 21:15 min) und Vladimir Michel (101. in 21:38 min).         
In einer Gesamtzeit von 1:15:09h belegte das Mix-Team UND das Frauenteam (in 1:19:26h) jeweils den 2. Platz. Damit zeigten die Stratec-Runner, dass sie nicht nur als Kollegen ein starkes Team sind.

Herzlichen Glückwunsch an alle LäuferInnen zu dieser hervorragenden Leistung.

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8. Bad Wildbader Stäffeleslauf

Am Freitag den 23.05.2014 fand der 8. Bad Wildbader Stäffeleslauf statt. Auf einer Distanz von 720 m mussten bei einer Steigung von max. 52% 1987 Stufen bestiegen werden. Bis zu 130 TeilnehmerInnen starteten paarweise im Minuten-Abstand von der Tal- bis zur Bergstation der Sommerbergbahn. Von STRATEC waren Simone Müller, Claudia Gösche, Oliver Kusterer und Markus Speil mit dabei.    
Nach dem Vorbereitungslauf war die Richtzeit gesetzt und das Ziel definiert: „Schneller als im Training“ und die Ergebnisse können sich sehen lassen:         
Simone kam nach 18:38 min als 7. Frau ihrer Altersklasse ins Ziel und unterbot somit ihre Trainingszeit von 20 min. Claudia durchquerte die Ziellinie nach 13:26 min und holte sich den Sieg ihrer Altersklasse. Oliver erreichte als 9. seiner Klasse die Bergstation. Mit dem Ziel unter 15 min zulaufen schaffte er mit einer Zeit von 14:59 min eine Punktlandung. Markus konnte seine Trainingsleistung auch im Wettkampf abrufen und erreichte mit einer Zeit von 11:23 min den 3. Rang in seiner Altersklasse.     
An alle BergsteigerInnen einen herzlichen Glückwunsch für die super Leistung. Erholt euch gut :)

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Mud Master am Airport Weeze 2014

Der Name verspricht viel. Jedoch versucht ich meine Erwartungen niedrig zuhalten, denn der Spartan Race setzte die Messlatte der Obstacles und der Menge an Schlamm enorm hoch.
Es waren 4 Strecken angeboten: Marathon (18km + 2x12km); Halbmarathon mit 18km (Startgruppe Alfa: Preise für erste Frau und erster Mann); 12 und 6km in Startergruppen zu je 300 Athleten.
Natürlich nahm ich die Herausforderung der 18km an und startete in der Gruppe Alfa mit mehr als 300 LäuferInnen.

Der Airport bietet durch die vielen Bunker, der riesen Kiesgrube und diverse andere Gegebenheiten genug Möglichkeiten für Hindernisse – hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Dies bewies auch schon Jahre zuvor der Strongman-Run.
Kurzes Warmup und 10:30 fiel der Startschuss. Auf den 18km waren 31 Obstacles verteilt. Wenige Meter hinterm Start folgte auch schon das erste Hindernis: Jump over Heuballen, gefolgt von 3 Bunker Busters (mit Gras überwucherte Bunker überlaufen) bis hin zur Monkey Bar mit erster (ungewollter) Abkühlung. Nach dem Besteigen und dem Klettern folgte im Battle Field das erste Kriechen unter Draht. Zwischen den einzelnen Hindernissen waren viele Laufmeter auf denen Zeit gutgemacht werden konnte, oder auf denen man sich erholte und zugleich fürs nächste Hindernis stärkte. Denn beim Klettern (Wood Climb), Kriechen und Übersteigen einer 2,5 m hohen Holzwand (Marine Table) sowie einen 20 Kilo schweren Sandsack über eine Distanz von 500m tragen (Load Carry) war Kraftausdauer gefragt....


Bild1: In der Startzone herrschte super Laune trotz eisigem Wind


Bild2: Zieleinlauf - auf 18km mit 31 Obstacles in 1:49h

Das Bild drückt nur annährend meine Gefühle aus, die ich in diesem Moment erlebte als ich den Mud Master gewann

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Deutschland-Premiere des Reebock Spartan Race im Olympiapark München - Sprint und Supersprint

Der Spartan Race ist eine internationale Hindernis - Rennserie mit mindestens 3 Distanzen: Sprint über 6km mit 15 Hindernissen, Supersprint über 11km mit 21 Hindernissen und Beast über 21km mit etwa 26 Hindernissen sowie der SuperBeast über die Marathondistanz.
Am 12.04.2014 fand die Deutschland-Premiere im Olympiapark München statt. Reebock veranstaltete das Spartan Race über seine 2 kurzen Distanzen, dem Sprint und dem Supersprint. Für den Parcour wurden die vorhandenen Gegebenheiten des Parks genutzt sowie weitere Hindernisse künstlich erzeugt. Um Stau an den Hürden zu vermeiden wurden die über 4.000 Spartaner in Startwellen zu je 150 eingeteilt und jede 15min auf die Strecke gelassen. Hierbei startete jeweils das Elite-Heat als erstes, die um den Titel rannten.
Mein Team und ich starteten im zweiten Block um 9:15 Uhr. Um in den Startblock zu gelangen war bereits das erste Hindernis, eine 2m hohe Holzwand zu überklettern...       
Auf der Strecke gab es einige Hindernisse die definitiv bewältigt werden mussten, unteranderem an einem Seil hochklettern und an der Glocke bimmeln. Hat man dieses nicht geschafft, so gab es eine Strafe von 30 Burpees. Daher wärmten wir uns im Startblock schon einmal mit 10 Burpees auf und rannten nach dem Startschuss mit dem lautstarken Schlachtruf "AROO!!!" los.
Nach dem ersten An- und Abstieg kam bereits das erste Hindernis: abwechselnd unter Holzwände rollen und drüber klettern. Das Nächste ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem weiteren kurzen Anstieg hieß es “auf den Boden und unter Stacheldraht robben“. Es ging besser als ich dachte. Jedoch fluchte ich schon hier wegen der kurzen Hose...
Nach etwa 20 min und am 3. Hindernis angekommen, trugen wir einen Autoreifen durchs Wasser. Wir liefen von einem Ufer zum anderen und wieder zurück. Das Wasser war seeeeeeeehr kalt...und die Schuhe jetzt schwer...       Nach einem weiteren auf- und abrennen robbten wir über eine lange Reihe von Tonnen. Fiel man herunter so folgte als Strafe die ersten 30 Burpees. Mein Bestreben war es NICHT herunterzufallen. Zum einen wegen der Burpees zum anderen wegen dem immer noch seeeeehr kalten Wasser...   Nein, man gewöhnt sich nicht daran Brüllend  

Trocken auf der anderen Seite angekommen, durchsprangen wir Autoreifen. Für uns Läufer mit dem Kniehebelauf nichts leichter als das...      
Wer beim Reifentragen und dem Tonnenrobben nicht nass genug wurde hatte bei der Wasserdurchquerung gute Chancen dies nachzuholen. Ich versuchte zu schwimmen, doch die schweren Schuhe machten es unmöglich, zudem war das Wasser grad mal hüfttief. Also lief ich durch und nutzte die Zeit zur Erholung.               
Triefend nass durchrollten und bestiegen wir weitere Holzwände zum nächsten Hindernis: Monkey Bars. Mit nur einem Versuch musste an einem Gerüst durch Hangeln die andere Seite erreicht werden. Fiel man herunter so waren das die 2. 30 Burpees. Überglücklich kamen wir drüben an – strahlten fürs Foto, freuten uns und hechteten die riesen Stufen hoch zum größten und für mich herausforderndsten Hindernis: Mit Hilfe eines Netzes bestiegen wir zwei aufeinander gestapelte Schiffscontainer. Oben angekommen musste man über ein Netz drüber klettern und auf der anderen Seite wieder von zwei weiteren Containern hinunter. Der Auf- und Abstieg war nicht das Problem, aber das Waagerecht - klettern von Container zu Container verlangte mir durch die Höhe einiges ab. Wer sich am Rande festhielt, den erwarteten unten 30 Burpees...also ab durch die Mitte... 
Voller Stolz und Adrenalin rannten wir auch schon weiter. Es erwartete uns ein welliger Hügel mit Stacheldraht und Heuballen bestückt. Einen Berg runter rollen kenn ich, aber rauf?? Alles angespannt was geht und in der Horizontalen rumgerollt – super Tipp und definitiv besser als robben...wieder unten angekommen hat sich alles gedreht – kleine Tanzeinlage für die Zuschauer J ...schnell orientiert und weiter...              
Beim nächsten Hindernis hatte man die Gelegenheit das Heu und den Dreck abzuspülen. Es galt ein Seil hochzuklettern und  oben eine Glocke zu läuten. Nach dem Läuten kam der Sprung ins Wasser UND 30 Burpees, wenn die Glocke nicht erreicht wurde. Das Hindernis hat Fun gemacht, aber der Sprung ins Wasser war eine Überwindung.         
Nur eine Linkskurve weiter, galt es erneut im Schlamm zu robben, gefühlte 30m unter Stacheldraht und durch schlammigsten Schlamm - das nicht genug, wurde zusätzlich mit kaltem Wasser gespritzt. Auch hier war das Rollen die bessere Wahl. Und wenn dafür kein Platz war, dann wurde eben auf einer Seite gerutscht J                
Nach einem Schluck Wasser am Verpflegungsstand hieß es "...noch 2 km...". Schnellen Schrittes durch den Park Richtung Olympiastadion, noch geschwind einen Sandsack per Seilzug angehoben (15kg für Frauen und 40kg für Männer) und über Mauern geklettert. Im Stadion angekommen musste mit nur einem Wurf ein Speer in einer Heufigur stecken bleiben, sonst galt es...ja genau...und das waren meine ersten und letzten 30 Burpees...mein Teampartner super stolz, dass sein Speer stecken blieb...      
Der Weg aus dem Stadion war nur über Stufen möglich. Mit schweren Burpee-Beinen folgte eine Treppen-Tortour quer über die Tribüne. Mit einem Sandsack (etwa 10kg) rauf und runter, und ohne Sack aber nicht wirklich leichter in einem Slalom gleich zweimal rauf und runter...    
Aus dem Stadion raus, lagen die letzten 150 m und die schlammigsten zugleich vor uns - 2 bis oben hin mit Schlamm gefüllt und Stacheldraht bespannte Containern, dass man auch ja auf allen Vieren krabbelt. Gefolgt von einer Holzpyramide die es noch zu überwinden galt bevor wir gemeinsam mit einem Schlusssprint über das Feuer sprangen, die Ziellinie durchquerten und uns die wohlverdiente Medaille umhangen ließen...

...54min Zielzeit - das kam mir nicht annähernd so vor...

Wie schon erwähnt ist das Spartan Race eine Rennserie, von denen gleich zwei Distanzen angeboten wurden. Kaum vom groben Dreck befreit und völlig euphorisch lief ich zur Nachmeldung für den Supersprint um 13 Uhr. Wechselklamotten an, ein bissel Energie getankt und in der Sonne gechillt bevor es mit der Elite auf die 11km+ - Strecke ging...           
Mit einem Kollegen zusammen gestartet, wollte ich dieses Rennen Vollgas geben. Mein Kollege ist im Laufen sau stark, daher ließ ich ihn nicht aus den Augen und nutzte ihn für mich als Zugpferd J        
Der "Supersprint" war bis zum „Schlammrobben mit zusätzlicher Dusche“ identisch. Das Robben ließen wir NOCH rechts liegen und liefen eine große Runde über den Schotterplatz. Dort mussten wir einen Traktorreifen hin und herziehen bevor es auf den riesen Berghügel ging. Oben angekommen, über eine Kletterwand drüber ging es wieder bergab zum Schotterplatz. Wir durchquerten mit einem 10kg Sandsack ein kleines, aber fieses Waldstück. Bevor wir wieder beim Schlammrobben ankamen, mussten wir noch einen gefühlten 50kg schweren, an einer Kette festgemachten Betonklotz 2x25m über den Platz ziehen. Nach dieser Tortur haben wir uns die Abkühlung im Schlamm redlich verdient. Vor dem Stadion nochmals links abgebogen, erwartete uns ein Blütenbad im Olykanal. Unter Draht hindurch und über Balken drüber war zumindest der grobe Dreck wieder abgewaschen. Über ein Netz zur anderen Seite geklettert, sah ich meinen Kollegen wieder und konnte ihn sogar überholen. Im Park mussten wir einen Eimer mit Bauschutt füllen - gefühlt sehr, sehr schwer - und eine kleine Runde laufen. Aus dem Park raus, gelangte man auf die letzten Meter der Sprintstrecke Richtung Olympiastadion. Auch dieses Mal blieb der Speer nicht stecken und ich machte Burpees...

Nach 1:26h im Ziel angekommen, hat mich der Moderator festgehalten, gefragt wies war und nebenbei erwähnt, dass ich 3. Frau geworden bin. Auf seine Frage hin antwortete ich nur, dass ich voller Adrenalin sei, es mir super Spass macht, dass ich schon das 2. Mal auf der Strecke sei und sogar ein drittes Mal rennen könnte. Den 3. Platz hab ich gar nicht richtig realisiert...

Wenige Minuten später, ich biss grad in meine Brezel, nicht mal abgeduscht hatte ich mich, da kam die Moderatorin Anja Mörk von Radio GONG 96,3 München auf mich zu und fragte ob ich Lust hätte bei ihnen im Frauenteam mitzulaufen...und das war mein dritter RUN an diesem Tage...schnell umgezogen, angemeldet und erst mal Fotos geschossen...

Es war ein Teamrun - zusammen starten und zusammen finishen...fast 2h waren wir auf der Sprintstrecke unterwegs...und mit mindestens genauso viel Fun. An dieser Stelle einen riesen Dank an Radio Gong 96.3 und Anja Mörk für dieses tolle Erlebnis.

In der Zwischenzeit wurde die Siegerehrung des Elite-Supersprints durchgeführt. Leider war ich nicht dabei...ABER zum Glück hab ich meine Trophäe noch erhalten. Einen Pokal kann ja jeder haben, aber so eine Trophäe gibt es nur beim Spartan Race ;-)

Fazit des Tages: das waren nicht meine letzten Spartan Races...Wir sehen uns in Köln wieder... AROO!


Bild1: Supersprint, ausm Stadion raus auf den letzten Metern Richtung Ziel


Bild2: Supersprint, im Ziel


Bild3: Meine Trophäe für den 3. Platz beim Supersprint *stolz

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4. Neckar Center "Off Road Run" Esslingen

Am 06.04.2014 zum Verkaufsoffenen Sonntag veranstaltete das Neckar Center ein Hindernissrennen rund um die Einkaufspassage. "Der Off Road Run" ist 12,5 km lang mit 20 eingebauten Hürden. Und das nicht genug, erstrecken sich die ersten 9 km als Berglauf mit 400 HM durchs Neckartal.
In letzter Zeit nehme ich öfter an solch Veranstaltungen fern ab der befestigten Wege teil. Ich habe diese kennen und lieben gelernt und freute mich schon sehr darauf.
Zu Beginn erfolgte ein anspruchsvoller Anstieg in den angrenzenden Palmenwald auf die Höhe der Königseiche. Durch die Kleingartenanlagen des Weiler Berges ging es in den Klebwald. Auf der Höhe und damit auch höchster Punkt der Strecke liefen wir entlang des Mühlbaches hinab bis ins Neckartal. Mit erneutem Anstieg in das Waldstück "Champagne" und damit Scheitelpunkt oberhalb der Gartenlagen verlief es nur noch bergab ins Neckartal. An der Vereinsgaststätte "Schreberhaus", etwa 3km vor dem Ziel waren bereits die ersten Hindernisse zu überwinden. Über Heuballen und mit Kletterseilen waren die dortigen Anstiege zuüberqueren. Auf dem Vereinsgelände mussten wir  Hürden (mit Bierkästen und Holzbalken gebaut) und Schikanen (Zick-Zackkurs übers Gelände, ein Betonrohr durchkriechen, Sandgruben passieren) bewältigt werden. Über ein Netz kletterten wir auf das Neckar Center Gelände, durchliefen blind ein Zelt voller Rauch und wurden von der Jugendfeuerwehr Esslingen komplett nassgespritzt - richtig nass...Durch Kies, über Mauern, Heuballen und Autoreifen, an Seilen abgeseilt, Treppen rauf und runter, durch Einkaufswägen geschlengelt, unter einen Fahrradständer hindurchgekrochen, mit Teichüberquerung und Slalom um Mülltonnen, über die letzten Heuballen durchs Lager ins Ziel...
Mit einer geplanten Zeit von 1:12h kam ich in 1:09:33h als 9. Gesamtfrau und 4. in meiner Ak total k.o. ins Ziel...

Diese Veranstaltung hat eindrucksvoll bewiesen, dass es nur etwas Kreativität bedarf, um aus den Dingen die vorhanden sind etwas so erlebnisreiches zu machen - das hat mich schwer beeindruckt.
Und ich werd nächstes Jahr wieder dabei sein ;-)


Bild: Von der Feuerwehrdusche kommend über die Treppen aufs Parkdeck Richtung Hindernis-Parcour

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ECCO Indoor-Trail 2014 - Ein Deja-vù

Ein paar Impressionen:


Bild1: 3 Runden-Strecke


Bild2: Bergsprint

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Sommerbiathlon - hier wurde scharf geschossen


Bild: Kurz nach dem Zieleinlauf

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Crosslauf Oberacker mit Doppelstart

Vor zwei Jahren schon dort gewesen, ist dieser Crosslauf auch für Kids eine super Veranstaltung. Es gibt verschiedene Streckenlänge, so auch für die Hauptklasse+ von 3 Runden à 3.333km und  2x2.5km. Ich plante einen Doppelstart. Zur Vorbereitung war ich mittwochs noch auf der Bahn in der Europahalle: 15×400m mit 1:30min und 2min Rest...Schon während dem Training spürte ich den kommenden Muskelkater ABER auch das Runnershigh...es war unglaublich - ich hätte nach den 15 Intervallen weiter rennen können, so high war ich...
Am Donnerstag noch nichts gespürt aber am Freitag und Samstag hat es mich voll umgehauen. Ich lag nur im Bett, denn mein Körper wollte sich einfach nimmer rühren. Ich hatte Sorge den Lauf absagen zumüssen...doch dieses Gefühl und diese Schmerzen in den Beinen kenne ich bereits von anderen Abenden vor Wk's...also packte ich am Samstag abend meine Sporttasche.
Super frisch und ausgeschlafen fuhr ich am 26.01.14 nach Oberacker. Es war eisig kalt...und der Wind machte es nicht wärmer. Kaum die Strecke als Warmup abgelaufen ging es schon an den Start. Beim 10er hatte ich mir keine Hoffnung gemacht aber beim 5er wollte ich etwas reißen. Den Zehner wollt ich einfach nur in einer 50er Zeit durchlaufen - orientiert am Sylvesterlauf Rheinstetten mit 47min...
Es durfte also eine Rundenzeit von höchstens 17min sein... Die erste Runde war super super schnell Brüllend ich drosselte mein Tempo, um nicht einzubrechen und das Zeitziel zu erreichen...die dritte Runde war echt hart und kurz vorm Ziel warf es mich sogar noch aus der Kurve, denn ich rutschte aus.
Schnell geduscht und frisch angezogen hatte ich etwa eine Stunde zeit um mich auszuruhen - ich trank Kaffee und aß echt leckeren Kuchen...dann wurde bei der Siegerehrung plötzlich mein Name als 3. Frau in der HK aufgerufen...ich wollte es gar net glauben und hab mich riesig gefreut. Das war der Anreiz beim 5er noch schneller zu rennen...
Es kostete mich Überwindung wieder in die Kälte zugehen. Zum Warmup auch hier die Runde abgelaufen - ist ein echter Vorteil die Strecke zu kennen bzgl. Einteilung und Angriffspunkte zum Überholen. Die Streckenführung war anders - zum einen kürzer und es befand sich ein heftiger Anstieg darin...und davon gleich 2 Runden. Ich spürte jetzt schon die Müdigkeit, doch ich biss mich durch...
Mein Ziel war eine 24er Zeit. Die erste Runde hab ich mich am Feld orientiert und bin dran geblieben. In der 2. griff ich an, überholte und beisste mich nur noch durch...In 24min kam ich ins Ziel und erreichte den 2. Platz der Frauen - Tagesziel erreicht ;-).
Ich hatte die Strecke nicht so anstrengend und schlammig in Erinnerung - dennoch komm ich wieder...Und es war nicht mein letzter Crosslauf in diesem Jahr, sondern erst ein Vorgeschmack auf das was noch kommen wird...Ecco Indoor-Trail...Spartanrace...Mudmaster and so on...
Ich freu mich drauf ;-)


Bild: 2. Rundkurs

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Hamburg Urbanathlon - MEIN sportliches Highlight 2012

Endlich war es soweit - der ersehnte Tag war angebrochen und zudem noch bedeckter Himmel, keine nasse Straßen und kaum mehr als 15 °C. Das perfekte Wetter für eine Laufveranstaltung. Keine gewöhnliche Veranstaltung - nein, es war der Hamburger Urbanathlon. Am Hafen werden auf einem 11km langen Rundkurs nicht nur 1000 Stufen überstiegen sondern auch noch 12 Hindernisse überwunden. Auf dem Weg zum Hafengelände, zur Fischauktionshalle sah man schon von weitem das Ziel und auch eines der Hindernisse. Einige Urbanathleten kraxelten eine blaue Wand mit weißen Stufen hinauf – den Sea Fright. Damit brach bei mir die Vorfreude gänzlich aus und Spannung stieg ins Unermessliche. Doch am Veranstaltungsgelände angekommen, trat auch schon die erste Ernüchterung ein.
Dass groß angepriesene Event entpuppte sich zu einer familiären Veranstaltung. Wir fanden ein Gelände mit kleiner Bühne vor, ein paar Sportveranstalter machten Werbung und dann kamen auch schon die Startblöcke. Die 4.000 Athleten wurden nach ihrer schnellsten 10km Zeit in insgesamt 7 Startblöcke aufgeteilt. Die Starts erfolgten in 5 Minuten Abständen. Beim Abholen der Startunterlagen konnten wir ein weiteres Hindernis erblicken – die Halfpipe. Wir grübelten wie wir denn da hoch und wieder runter kommen sollen, bis wir erfuhren, dass die Halfpipe noch im Aufbau war und die Seile fehlten. Erleichterung trat ein – Puuuh…
Nach dem Umziehen, dem Verstauen der Klamotten und der sonstigen Vorbereitungen, wie Startnummer befestigen, auf s Klo gehen usw. lief ich mich warm. Ich fragte mich erst jetzt, ob das Warmlaufen denn für solch einen Wettkampf ausreiche und was ich denn für eine Zeit laufen will. Und schon befand ich mich in meinem Startblock. Mit über 650 Läufern startete ich um 16:10 Uhr in Block C. Und mir voraus waren schon über 1.300. Das wird Stau geben…und ab geht’s…
Nach einem guten Kilometer Warmlaufen kam auch schon das erste Hindernis – Happy Dumpster (Schiffscontainer). Ich hatte mir keine Technik überlegen können, um diese 3 Meter hohen Container zu überwinden. Also schaute ich kurz den Anderen zu und suchte mir eine Lücke zum „irgendwie hochklettern und nicht schon am Anfang wehtun“. 100 Meter weiter kam auch schon das nächste Hindernis - die Truck Torture. Ich ziehe selten den Kopf ein, doch hier war es unbedingt nötig, um unter den THW-Trucks durchkriechen zu können. Da waren es nur noch 10 Hindernisse…
Bevor die Athleten wie Affen durch den Monkey Business kletterten, mussten wir die ersten Treppenstufen und Höhenmeter überwinden. Dabei versuchte ich die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Beim Hindernis angekommen war auch schon der erst Stau - hier konnte ich kurz durchatmen. Am Gerüst sprang ich von einer Erhöhung an die erste Strebe. Der Umfang war zu groß und ich rutschte ab. Ein erneutes Hochspringen war nutzlos, ich war zu klein – Sch… Egal, weiter…
Bei Kilometer 4 hatte ich endlich eine Zwischenzeit: mit 22 Minuten ungrad konnte ich sehr zufrieden sein. Nur nicht zu schnell, dachte ich – noch sind es über 900 Stufen und 8 Hindernisse. Die Wallstreet war eine 2 Meter hohe Wand und eines der leichteren Hindernisse. Mit Schwung und einem großen Satz drüber und weiter.
Und da war sie auch schon. Von weitem sah sie klein aus. Doch je mehr sich der Stau lichtete und ich ihr näher kam, desto mächtiger wurde sie – die Halfpipe: Ein Moderator schrie stets, dass die Sportler sich gegenseitig beim Hochziehen helfen sollen; eine Kamera stand auf dem Dach und filmte ununterbrochen.
Ich war voller Adrenalin, grinste über beide Ohren… Links der Halfpipe gab es die P****-Lane – für diejenigen, die sich nicht über das Hindernis wagten oder die einfach nur ein richtig geiles Foto wollten. Der Vorteil: sie sparten enorm Zeit, waren aber hinterher triefend nass. Denn die P****-Lane bestand aus zwei Kinderswimmingpools voll mit Wasser gefüllt. Wegen der Zeit kam mir auch kurz der Gedanke ´ne Runde planschen zugehen, denn nach 2 min Wartezeit war ich nicht wirklich weiter gekommen. Ich dachte mir jedoch „Ganz oder gar nicht“. Nach über 4 Minuten und einem blutigem Knie, hatte ich die Halfpipe endlich überwunden. Ab zum Jump and Crawl.
Die Beine waren schon dick, doch es war eines der leichteren Hindernisse. Und wer die Veranstaltung nicht ganz so bissig genommen hatte, konnte auch die Aussicht entlang dem Hafen auf dem Weg zur Sand Bag Attack genießen. Die Schwierigkeit hierbei lag wohl ehr an dem sandigen Untergrund, als das Tragen des 10 kg schweren Sandsacks. Doch das war nicht genug.
Kaum war diese Hürde geschafft, kamen die Höhenmeter und die angekündigten, gefühlten unendlichen Treppenstufen. Nach ein paar Stufen bergauf erhoffte ich mir hinter jeder Kurve ein bergab – doch das trat selten ein. Da spürte ich die Müdigkeit und Erschöpfung in meinen Beinen und auf der Uhr. Von einem 5er-Schnitt pro km bin ich auf einen 6er-Schnitt gefallen. Doch das lag wohl auch an der Wartezeit an der Halfpipe.
Auf das 8. Hindernis freute ich mich schon im Vorfeld – the Tyrenator - das Übersteigen von LKW-Reifen. Hier bestand großes Verletzungspotenzial. Doch mit viel Konzentration und Spaß an dem Wettkampf gelang nicht nur das heile Durchkommen, sondern auch ein schönes Erinnerungsfoto (zu finden auf: http://www.go4it-foto.de/index.php?page=event&id=308). 

Die letzten 3km standen an, die Zeit war mittlerweile zweitrangig geworden und die letzten Stufen und Anstiege waren zu meistern. Doch vorerst musste Lucifer´s Staircase überwunden werden, wo 8 – 15 Paletten zu einer Art Treppe ohne Stufen übereinander gestapelt waren. Die restlichen Reserven wurden noch mobilisiert, bevor die letzten 2 Hürden anstanden: Der schon erwähnte Sea Fright und der Traffic Jam. Hier wurden 2 Riesencontainer gestapelt die zu bezwingen waren. Die aller letzten Stufen und noch geschwind über 3 Autoreihen gehüpft und ein letzter Sprint ins Ziel…Jetzt bin ich eine Urbanathletin!


Bild: Zieleinlauf

Überglücklich und in einer Zeit von 1:06h konnte ich verletzungsfrei alle Hürden meistern. Am nächsten Tag mal in die Wertung geschaut: WOW - im Gesamten bin ich von 4.000 Athleten 725. geworden und von 339 Frauen sogar 16. Da macht sich das dreimalige Cross-Fit Training pro Woche echt bezahlt. Und jetzt heißt es: "den Erfolg genießen und ein wenig ausruhen."

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Saisonplanung 2012 - Ecco Indoor-Trail

Dieses Jahr soll die Grundlagenausdauer geschult werden, d. h. lange und langsame Longjoggs. „LANGWEILIG“ dachte ich mir und schaute prompt nach Abwechslung. Auf der Suche nach Bergläufen stieß ich auf den ersten ECCO Indoor-Trail in Dortmund am ersten Februar-Wochenende. Das Timing war perfekt: keine wichtigen Wettkämpfe davor, keine danach und mitten in der Prüfungsphase. Geschwind die Anmeldung ausgefüllt, Hotelzimmer gebucht und Zugticket gekauft.
Donnerstagnachmitag: ich bin einen Tag früher angereist, um den Stress zu minimieren und mir einen Überblick von der Location, von meinem Hotel und deren Umgebung zu verschaffen. Zuallererst fuhr ich in die Westfalenhalle, um die Startnummer abzuholen. Voller Euphorie stand ich an der Anmeldung – es hieß: „Tut mir leid, Sie wurden abgelehnt.“ Mir rutschte doch glatt das Herz in die Hose - ich war den Tränen sehr nah...Es konnte sich aber schnell klären und auch ich bekam eine Startnummer mit diversen anderen Kleinigkeiten ausgehändigt.

In den 3 Westfalenhallen wurde ein 1,2km langer Parcours mit Sand, Steinen, Baumstämmen, Schlamm, sogar Schnee, Hügeln und einem kleinen Tannenwald aufgebaut. Von FR bis SO gab es 3 verschiedene Streckenlängen: am FR der Sprint mit einer Runde, am SA 5 Runden sowie einem Teamrun (ebenfalls 5 Runden) und einem Familyrace und am SO der lange Lauf von 10 Runden. Es konnte sich für jede einzelne Distanz angemeldet werden aber auch für alle drei, mit der Aussicht auf den Titel der TrailQueen. Das war DIE Herausforderung für mich Lachend

Freitag früh 7 Uhr klingelte der Wecker. Mit den Gedanken an den Lauf und die Sachen die ich benötigen werde, bekam ich kaum einen Bissen runter...10 Uhr wurde der Parcours für das freie Training freigegeben. Die Läufer aber auch Kinder und Nichtteilnehmer konnten die Strecke bis zum ersten Start um 12 Uhr ablaufen. Es waren nicht viele Sportler anwesend, daher war die Strecke frei - was sich aber die nächsten 2 Tage ändern sollte. Ich lief den Parcours ab – mal langsam, mal schnell, kurz gekleidet, dann wieder lang, mit Trailschuhen und dann mit Neutralschuhen... Mein erster Eindruck: „Das wird genial und zugleich richtig anstrengend.“

Einen Blick in die erste Halle:


Bild1: 1.Halle: Der Start (Torbogen rechts) und die Zielgerade (Torbogen links)


Bild2: Im Vordergrund die Zielgerade von links nach rechts. Unter der grünen Matte war viel Wasser, dadurch sank man bei jedem Schritt ein. In der Mitte des Bildes sieht man die Startgerade (von rechts nach links). Vor dem Sandabschnitt folgten noch 3 Hügel und danach schon die erste Steilkurve über groben Kies. Im Hintergrund ist der steinige Berg mit anschließendem Tannenwald zusehen.

Von der Halle 1 (Bild1) ging es über die Tribüne durch das Treppenhaus in die 2. Halle. Im ZickZack liefen wir über sandigen und kiesigen Waldboden, sprangen über Baumstämme und diverse Hügel.


Bild3: 2.Halle (von Halle 1 kommend) mit Sand, Kies, Blättern...


Bild4: 2. Hall (Ausgang - Richtung Halle 3) mit Baumstämmen und Hügeln...

In Halle 3 wurde der Untergrund nicht besser und es gab noch mehr Steilkurven...


Bild5: Halle 3

Nach der 3. Halle mussten wir ins Freie - durch Schnee...


Bild6: Outdoor zwischen Halle 3 und Katakomben

Schnee und ich stehen seit meiner fast einjährigen Laufpause auf Kriegsfuß...Doch nicht nur der Schnee in den Schuhen machte mir manchmal kalte Füße, auch der drastische Temperaturwechsel zwischen den Hallen und vor allem der Kälteschock im Freien brachte so manche Gänsehaut hervor. Gänsehaut, sowie auch Adrenalin als es nach dem Schnee runter in die Katakomben ging – trotz Sandsäcken und Ästen bestand enorme Rutschgefahr auf den Treppen sowie in den Gängen. Daher beschloss ich auf keinen Fall die Trailschuhe zu nutzen.

Freitag 12 Uhr: Startschuss für die Sprint-Distanz
Die Läufer sind nacheinander im 15-Sekundentakt gestartet. Dadurch war für den Einzelnen viel Platz auf der Strecke. Aber auf welchem Rang sie stehen war nicht gleich ersichtlich.
Da noch 2 weitere Tage vor mir lagen, hatte ich mir vorgenommen, mich nicht gleich am ersten Tag zu verausgaben. Zeitmäßig startete ich im mittleren Feld und hatte bereits die ersten Zielzeiten mitbekommen. Vom Warmlaufen kannte ich meine Rundenzeit...nach dem Startschuss gab ich einfach nur Vollgas...


Bild7: Ecco-Wall (8m hoch)

Schon an diesem Tag wurden alle Erwartungen übertroffen: Mit einer Zeit von 5:45,9 min erreichte ich den 3. Platz in der Tageswertung. Zudem lernte ich super nette und liebenswerte Menschen und Gleichgesinnte kennen.

Am Morgen danach spürte ich kaum die Anstrengung vom Sprint. Ich fühlte mich frisch und freute mich vor allem auf die netten Leute von Freitag. Schnell die Sachen gepackt und ab in die Höhle - ääähh - in die Hallen...
Heute standen die 5 Runden an. Taktisch habe ich mir nichts vorgenommen, außer am Anfang nicht zu schnell los zu laufen. Vor dem Start kam ein Kollege von Freitag auf mich zu und fragte, ob ich Interesse hätte mit seinem Laufpartner den Teamrun zu rennen, weil er verletzungsbedingt nicht mitmachen könne...Ich sagte nur, dass ich erst mal die 5 Runden abwarten wolle.
Runde um Runde merkte ich dann doch die Anstrengung vom Sprint...mit einer Zeit von 32:42,7 min und einem 4. Platz in der Tageswertung war ich super zufrieden...
Nach dem Lauf sagte ich völlig euphorisch dem Teamrun zu und wir hetzten zur Ummeldung. Mein Teampartner Carsten und ich genießten die Ruhe bis zum Start. Im Teamrun mussten 5 Runden absolviert werden. Die Bedingung war, dass das Team ZUSAMMEN ins Ziel kommt.

Wir starteten als erstes MixedTeam. Trotz der Vorbelastung konnten wir eine gleichmäßige Leistung abrufen und kamen mit einer Zeit von 32:52,2 ins Ziel – derzeit an erster Stelle...nach und nach kamen die anderen ins Ziel und wir bibberten Team um Team um unsere Polposition.
Nach endlosen 25 min stand es fest: wir haben tatsächlich gewonnen Cool Als Preisgeld gab es einen Freistart für den Hamburg Urbanathlon im August inklusive einer Übernachtung im 25h – Hotel. Ich konnte es kaum glauben...


Bild8: Teamrun

Die riesige Freude dämpfte die Müdigkeit und die Erschöpfung am Abend, aber mental kämpfte ich bereits mit dem bevorstehenden 10-Runden-Lauf...

Am Sonntag morgen stand ich erschöpft auf. Ich war froh, dass der letzte Lauf anstand. Nicht nur die Beine waren müde, auch die Strecke hatte ich satt – nach ca. 20maligem Runden drehen kein Wunder...
Ich ging den Lauf locker an. In 1:07.32,7 h kam ich auch diesmal auf Platz 4 der Tageswertung.
So gern ich den Sport auch mach und so schön die Veranstaltung ist, aber diese Art der Anstrengung, dieser Trail ist eine echte Herausforderung für mich gewesen. Und so wollte ich es ja auch :D
Im Gesamtklassement der Triple-Wertung erreichte ich den 4.Platz - knapp am Podium vorbei. Dennoch fühlte ich mich als Siegerin. Denn ich darf nach Hamburg...

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